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ver.di fordert berufliche Perspektiven für Beamte
ver.di setzt sich dafür ein, dass die neue Postlaufbahnverordnung die berufliche Entwicklung von Beamtinnen und Beamten fördert. Auf einer vorgedruckten Postkarte sollen Beschäftigte von Post, Postbank und Telekom den Bundesfinanzminister auffordern, für ein fortschrittliches Laufbahnrecht zu sorgen, „das auch für uns als Beamtinnen und Beamte des Bundes Personalentwicklung zur Pflicht werden lässt". Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen Entwurf für eine neue Postlaufbahnverordnung vorgelegt. Anlass sind die geänderten Regelungen im Bundesbeamtengesetz und die neue Bundeslaufbahnverordnung. Mit der Verordnung wird die besondere Lage der privatisierten Unternehmen Post, Postbank und Telekom und der dort beschäftigten Beamten berücksichtigt. Mit dem Umfang und der Umsetzung der neuen Vorschriften entscheidet sich aus Sicht von ver.di, wie die Berufsperspektiven der Beamten bei den Postnachfolgeunternehmen aussehen. Der Entwurf wird nach Auffassung der Gewerkschaft den Ansprüchen des Bundesbeamtengesetzes nicht gerecht. Dieses beinhaltet die Pflicht zur Personalentwicklung und einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Der Gedanke des Forderns und Förderns „wird einseitig zugunsten der Aktiengesellschaften ausgelegt", urteilt ver.di. Der Arbeitgeber entscheide alleine über Aufstiegsverfahren, die Zahl der Aufstiegsplätze und Personalentwicklung. ver.di stellt gerade bei Fragen der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten enorm unterschiedliche Interessen zwischen den Aktiengesellschaften und den Beamten fest. „Besonders viele Beamtinnen und Beamte haben den Eindruck, ein Klotz am Bein der Vorstände zu sein und verweisen auf die Praxis bei Aufstieg, Beförderung und Personalentwicklung." Vielfach bestehe der Eindruck, dass aus Kostengründen Beamte aus dem Unternehmen herausgedrängt würden. Um auch künftig hochwertige, qualifizierte Dienstleistungen anbieten zu können, komme es entscheidend auf die Kompetenz der Beschäftigten an. „An der Umsetzung von Regelungen zur Personalentwicklung und Qualifizierung wird sich zeigen, ob die Vorstände der Aktiengesellschaften umdenken", meint ver.di.
Quelle: Beamten-Magazin 10/2011
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