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Aktuelles für Post-Beamte: Streiks bei der Post; 04/2008

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Streiks bei der Post

Regionale Schwerpunktstreiks begleiten die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Deutschen Post AG. Am 1. April blieben in 14 Großstädten die Briefkästen leer – sechs Millionen Briefe und 150.000 Pakete wurden nicht zugestellt. Am 7. April folgten 4.600 Postbeschäftigte in Nordrhein-Westfalen dem Streikaufruf von ver.di. Rund 2,5 Millionen Briefe und 60.000 Pakete kamen nicht an ihren Bestimmungsort.

Die Gewerkschaft fordert für die 130.000 Tarifbeschäftigten 7 Prozent mehr und eine Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen um 39 Monate bis 30. Juni 2011 sowie zehn Arbeitszeitverkürzungstage, um die arbeitsplatzvernichtende Wirkung der von der Post AG für die 55.000 Beamtinnen und Beamten geplanten Wochenarbeitszeiterhöhung von 38,5 auf 41 Wochenstunden zu kompensieren. „Die Kampfbereitschaft ist ausgesprochen hoch", erklärte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Bundesweit haben sich mehr als 20.000 Beschäftigte am Ausstand beteiligt. „Die Deutsche Post muss jetzt ein ernsthaftes und einigungsfähiges Angebot auf den Tisch legen. Im Zweifel streiken wir bis Pfingsten durch", sagte Kocsis. Durch die Arbeitszeitverlängerung sind 15.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

ver.di-Entwurf zur Post-AZV

ver.di will die 38,5-Stunden-Woche für Beamtinnen und Beamte bei der Deutschen Post AG unbefristet festgeschrieben wissen, um eine einheitliche regelmäßige Wochenarbeitszeit für alle Beschäftigten zu erhalten. Mit Ablauf des 31. März 2008 ist § 2 der Post-Arbeitszeitverordnung außer Kraft getreten. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit für Beamtinnen und Beamte erhöht sich dadurch auf 41 Stunden. Der ver.di-Entwurf einer Postarbeitszeitverordnung sieht vor, die einheitliche Wochenarbeitszeit der Beschäftigten bei der Deutschen Post AG zu erhalten. Die stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Andrea Kocsis hat Bundesfinanzminister Steinbrück (SPD) in einem Schreiben aufgefordert, die Frage
der Arbeitszeit in diesem Sinne einer dauerhaften Lösung zuzuführen.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 04/2008

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